Zeichen und Wunder

(gefunden in der Autostadt)
Neulich stiess ich mal wieder auf eine interessante Begebenheit. Die Bibel berichtet davon, dass Menschen von Jesus ein Zeichen verlangten, um sich wirklich sicher zu sein, dass er der Sohn Gottes ist. Jesus wird zornig und antwortet ihnen, dass "Leute wie sie" von Gott kein Zeichen bekommen werden. (Markus 8,11-13)
Wünschen wir uns das nicht auch oft? Man hat so eine Ahnung, so ein Gefühl, aber... so ein Zeichen zur Bestätigung... ein klitzekleines müsste es ja nur sein. So dass ich gaaaanz sicher bin. Dann würde ich auch glauben, dass Gott da ist, dass er mich führt, dass es ihn gibt. Und dann passiert es leicht, dass "...unser fieberhaftes Verlangen danach, in allem was passiert, die Hand und die Stimme Gottes wahrzunehmen, die Grenzen zwischen Glauben und Aberglauben überschreiten läßt. Christsein im Ouija-Brett-Stil ist einer der größten Triumphe des Teufels. Um keine Unklarheiten aufkommen zu lassen: Gott gibt Männern und Frauen Zeichen. Er hat es in der Vergangenheit getan, er tut es in unserer Zeit und ich nehme an, er wird es immer tun. Manchmal sind diese Zeichen dramatisch, manchmal sind sie es nicht. Oft bleiben sie aus, wenn wir sie uns wünschen und meinen, dass wir sie brauchen. Was wir nicht vergessen dürfen, ist, dass Gott viel praktischer denkt, als seine Anhänger. Wenn Sie oder ich ein Zeichen brauchen, dann werden wir es zweifellos bekommen. Wenn wir kein Zeichen brauchen (und es gibt eine Menge Leute, die lieber ihre Bibel lesen sollten, anstatt ihr Gewissen und ihre Herzen zu belauschen und nach Formen am Himmel Ausschau zu halten), dann dürfen wir gelassen davon ausgehen, dass Gott uns bereits alle Informationen, die wir für eine Entscheidung brauchen, zur Verfügung gestellt hat.
Beten Sie ohne Unterlaß; benutzen Sie Ihren Verstand, um Entscheidungen zu treffen; verlangen Sie keine Bestätigung für etwas, was sie im Herzen bereits wissen, den sie sich aber nicht stellen wollen; bitten Sie Gott, Sie aufzuhalten, wenn Sie den falschen Weg einschlagen; lesen Sie die Bibel; rechnen Sie mit Zeichen; rechnen Sie nicht mit Zeichen; lassen Sie sich nicht dazu verleiten, nach "Magie" zu dürsten und genießen Sie das Abenteuer. Das ist es, was wir tun sollten. Hier und da gelingt mir ein wenig davon. Wie ist es mit Ihnen?" (Adrian Plass)
tulipan - 16. Sep, 19:37

